Bürgerveranstaltung Tideanschluss Alte Süderelbe

Die Aula der Stadtteilschule Finkenwerder war am 29. August rappeldickevoll, als das Forum Tideelbe über die Pläne zur Öffnung der Alten Süderelbe referierte.
Überraschend: „Man sei noch absolut am Anfang“, „es gäbe noch keine Favoriten bei den fünf vorausgewählten Maßnahmen“ und man „müsse erst einmal die Machbarkeitsstudie abwarten, bevor man mehr sagen könne“, hieß es da. Völlig andere Töne, als vorher zu hören und auch als das, was auf der Homepage zu lesen waren.
Die Tatsache, dass die Alte Süderelbe den Maßnahmenkatalog, zu dem auch eine Öffnung der Dove Elbe oder der Borsteler Nebenelbe gehören, bisher mit 15 Punkten angeführt hat, wurde genauso abgestritten wie die, dass unter den Experten zuletzt nur noch eine Öffnung bei vollem Tidenhub im Gespräch war.
Wir nehmen die Planer gerne beim Wort und messen sie an den Aussagen dieses Abends: Die Planungen stehen ganz am Anfang, sozusagen bei Null, hieß es. Und dass man im Dialog mit den Bürgern sinnvolle Maßnahmen (wie Retentionsräume) erarbeiten wolle, die der Tideelbe helfen, Kräfteverhältnis von Flut- und Ebbstrom besser auszutarieren und die dabei auch für die betroffenen Gebiete ökologisch Sinn machen.
An so einem Dialog, so er denn auf Augenhöhe und ohne politische Spielchen stattfindet, nehmen wir gerne teil. 

Hier kann unsere Stellungnahme mit Fazit "Die angekündigte Zerstörung eines Naturparadieses" heruntergeladen werden.


Bürgerinformationsveranstaltung zur Öffnung der Alten Süderelbe

Ein erster Erfolg unserer Unterschriftensammlung (siehe unten) ist auch schon zu sehen. Das Forum Tideelbe lädt zu einem öffentlichen Informationsaustausch "Tideanschluss Alte Süderelbe" am 29. August um 19:00 Uhr ein. Die Einladung mit dem Programm ist hier zu finden. Das Forum Tideelbe bittet um Anmeldung (Link).


Planungen zur Wiederöffnung der Alten Süderelbe

Auf unserer Mitgliederversammlung im Dezember haben wir von Überlegungen berichtet, die Alte Süderelbe wieder zu öffnen. Die stadteigene Realisierungsgesellschaft (ReGe Hamburg) stellte dazu im „Forum Tideelbe“ ihre Gedanken vor, nachzulesen im Dezember-Bericht der ReGe für das Forum.

Dort stellt man sich für die Alte Süderelbe einen Tidenhub von bis zu 3,5 Meter vor bei einer maximalen Höhe von 2,5 m über NHN. Der Bericht spricht davon, dass die Straßen Nessdeich und An der Alten Süderelbe teilweise tiefer liegen und (ohne Schutzmaßnahmen) dadurch überflutet werden. Viele private Grundstücke an der Alten Süderelbe wären damit alle 12 Stunden unter Wasser. Vom Hochwasserschutz möchten wir nicht einmal reden…

Einen Lichtblick gibt es für betroffene Anwohner! Die ReGe erwähnt auf Seite 23 des Berichts:

Eine Maßnahmenrealisierung ist nur nach Einigung mit den Grundeigentümern bzw. Pächtern über den Kauf der Grundstücke, betroffenen Gebäude bzw. Nutzungsentschädigung möglich, da die Maßnahme Tideanschluss Alte Süderelbe bzw. deren Planrechtfertigung voraussichtlich keine ausreichende Enteignungsgrundlage darstellt.

Wenn die Eigentümer also nicht verkaufen wollen, dann können die Planungen gleich eingestellt werden.

Wir haben fleißig Unterschriften von betroffenen Bürgern gesammelt und im Mai übergeben. Dazu findet ihr auch einen Artikel in unserem Blog.


Vollhöfner Weiden erhalten – Nein zu Zerstörung, ja zur Natur!

Der Talraum der Alten Süderelbe – zu dem auch die Vollhöfner Weiden gehören – ist Teil des Biotopverbunds Hamburg, der die Lebensräume bedrohter Arten erhalten und weiterentwickeln soll. Darüber hinaus gehört er zu einer Gewässer- und Landschaftsachse, die – noch – durch Hamburg geht und Schutzgebiete miteinander verbindet.

Durch die anstehende Hafenerweiterung an den Vollhöfner Weiden wird für weitere Logistikflächen diese Achse unwiederbringlich zerstört und "hochgradig schützenswertes" Gebiet, in der eine Reihe bedrohter Arten leben, geopfert. Hamburg wird zum Missing Link einer Perlenkette von Naturlandschaften entlang der Elbe.

Die Bebauung trifft nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen vor Ort. Brauchen wir im Süderelberaum noch mehr Verkehr, Lärm und Schadstoffe? Die ias sagt NEIN! zu diesem Vorhaben und haben über den Talraum der Alten Süderelbe, die zur grünen Gewässerachse gehört, schon diverse Gespräche mit Politik und Behörden geführt. Nachzulesen ist dies unter anderem in unseren .

Wer Interesse hat, unserer Arbeit zu unterstützen, kann dies am besten durch eine Mitgliedschaft oder eine Spende. Wer aktiv dabei sein möchte, erreicht uns dazu per Mail an: ias(a)alte-suederelbe.de


Unser Apfelsaft - Edition 2018

Wir pflegen unsere 160 Obstbäume und pflücken auch selber für uns und den guten Zweck. Wir erzeugen so sortenreinen Saft der "Ingrid-Marie" aus einem alten Baumbestand, der seit mehr als 20 Jahren nicht gespritzt oder auf andere Art behandelt wurde. Garantiert frei von jeglichen Zusätzen und einmalig im Geschmack.

Wir verkaufen den Saft in sehr handlichen 3-Liter-Kartons für 6,00 Euro je Karton (2,00 EUR je Liter). Das Geld geht zu 100% in die gemeinnützige Arbeit unseres Vereins.

Einfach über das Kontaktformular bestellen oder uns telefonisch kontaktieren (040 / 74214099). Auch der Versand ist kein Problem. Wer ihn vorher probieren möchte: im Finkenwerder Kaffeekontor gibt es unseren Saft lose und für spontan Entschlossene auch im Karton.